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Beiträge & Podcasts

28.07.2015 von Charly Braun

Radtour über den Truppenübungsplatz Bergen bringt antimilitaristische und antifaschistische Erkenntnisse

Neugierig geworden auf den größten europäischen Truppenübungsplatz zwischen Bad Fallingbostel und Bergen machten sich Akteure von Friedensbüro-Hannover, Geschichtswerkstatt und ADFC auf, geführt von Mitgliedern der Initiative-Biosphärengebiet und GewerkschafterInnen Geschichte und Gegenwart vor Ort zu erkunden. Die sog. Platzrandstraße ("Privatstraße des Bundes") kann jede/r nutzen. Im Interview berichtet Margarete von den neu gewonnenen Eindrücken. Zur Errichtung des Truppenübungsplatzes wurden 3650 Menschen aus 30 Dörfern und Siedlungen gegen ihren Widerstand 1935 umgesiedelt. Hier probte die Nazi-Wehrmacht den Überfall auf die Sowjetunion. Die sowjetischen Soldatenfriedhöfe Oerbke, Hörsten und Wietzendorf kunden von den Massenverbrechen der Wehrmacht an den Kriegsgefangenen, dem sich das KZ Bergen-Belsen anschließt. An der Rampe bei Bergen wurden Panzer verladen und hier kamen massenweise Häftlinge und Gefangene an.

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06.07.2015 von Hubert Brieden

Lüneburg: militärische Traditionspflege und Gegenwehr

Die Stadt Lüneburg pflegt seit langem das Andenken an die deutschen Toten diverser Kriege – sei es der Deutsch-Französosche Krieg von 1870/71, der Kolonial- und Vernichtungskrieg gegen die Nama und Herero in Deutsch-Südwestafrika, der Erste oder der Zweite Weltkrieg. An die unzähligen Opfer der deutschen Militärs mag man sich indessen nicht so recht erinnern. Siggi Berneis erzählt die Einzelheiten und berichtet über Möglichkeiten, sich gegen diese Verharmlosung und Glorifizierung der deutschen Militärgeschichte zu wehren.

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26.05.2014

In Deutschland "vergessen": das Massaker der SS in Oradour, Frankreich - Gespräch mit Florence Hervé

Am 10. Juni 1944 blieb die Zeit in Oradour stehen. Das kleine Dorf im nordwestlichen Zentralmassiv Frankreichs wurde von der SS-Panzerdivision "Das Reich" in Schutt und Asche gelegt. 642 Menschen wurden erschossen, verbrannt - die Mehrzahl Frauen und Kinder. In Frankreich ist der Name Oradour überall bekannt, er ist Symbol für die Schrecken des Faschismus und des deutschen Besatzungsregimes. In Deutschland kennt den Namen kaum jemand. Nun ist ein deutsch-französisches Buch erschienen, das an das Massaker erinnern soll. Mechthild Dortmund und Brunhild Müller-Reiss sprachen mit der Autorin Florence Hervé.

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10.02.2014 von Hubert Brieden

Emmich-Cambrai-Kaserne und Emmichplatz in Hannover müssen umbenannt werden - Interview mit Jakob Knab

Nach der Eroberung von Lüttich im August 1914 machte dieses Spottgedicht die Runde: „Und das war der Herr von Emmich / Dieser sprach: Die Festung nehm’ ich / Fräulein Lüttich schrie vor Lust / Und sie hat sich ihm ergeben / In dem Jahr in dem wir leben / An dem siebenten August". Die Stadt Lüttich wurde in ein Trümmerfeld verwandelt. Vor und nach der Eroberung der Stadt kam es zu unfassbaren Ausschreitungen gegen die belgische Zivilbevölkerung: Plünderungen, Brandstiftungen, Massenhinrichtungen und Vergewaltigungen. Beteiligt waren auch militärische Verbände aus Hannover. Einer der Hauptverantwortlichen: General Otto v. Emmich. Deshalb fordert die "Initative gegen falsche Glorie" und ihr Sprecher Jakob Knab vom Verteidigungsministerium und der Stadt Hannover - 100 Jahre nach den Massakern an der belgischen Zivilbevölkerung -, die Emmich-Cambrai-Kaserne und den Emmichplatz endlich umzubenennen.

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15.04.2013

Ausstellung "Ein voller Erfolg der Luftwaffe" in Wunstorf - Eröffnungsrede von Walter Ehrlich vom Forum Stadtkirche

Vom 7. – 25. April 2013 ist in Wunstorf (Region Hannover) die Ausstellung „Ein voller Erfolg der Luftwaffe“ zu sehen zur Geschichte des Bombardements von Gernika / Guernica am 26. April 1937 durch die deutsche „Legion Condor“. In Wunstorf ist die Präsentation der Ausstellung von besonderer Brisanz, da auf dem Fliegerhorst Wunstorf der größte Teil der Bomber- und Aufklärungseinheiten der Legion Condor ausgebildet wurden. Flugzeugbesatzungen aus dem in Wunstorf, Langenhagen und Delmenhorst stationierten Kampfgeschwaders Boelcke bombardierten spanische Städte und Dörfer – auch die baskische Stadt Gernika. Dieses Flächenbombardement ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung löste weltweit Entsetzen aus und gab einen Vorgeschmack dessen, was im Zweiten Weltkrieg noch folgen sollte. In Wunstorf wurde dieses Kriegsverbrechen über Jahrzehnte verschwiegen oder relativiert. Jetzt war das Interesse groß: Die Wunstorfer Stadtkirche, wo die Ausstellung präsentiert wird, war während der Eröffnungsveranstaltung gut besucht. Walter Ehrlich, Mitarbeiter des „Forums Stadtkirche“, das die Ausstellung und die Begleitveranstaltungen gemeinsam mit dem Arbeitskreis Regionalgeschichte organisiert, hielt die Einführungsrede.

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15.04.2013 von Alfred Schröcker

Die Bombardierung von Gernika / Guernica und der Fliegerhorst Wunstorf - Interview mit Hubert Brieden

Vom 7. – 25. April 2013 ist in Wunstorf (Region Hannover) die Ausstellung „Ein voller Erfolg der Luftwaffe“ zu sehen zur Geschichte des Bombardements von Gernika / Guernica am 26. April 1937 durch die deutsche „Legion Condor“. Alfred Schröcker sprach mit Hubert Brieden, einem der Ausstellungsmacher, über die Vernichtung der baskischen Stadt Gernika und die Geschichtsaufarbeitung in Wunstorf.

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09.07.2012 von Hubert Brieden

Meutenjournalismus - oder: Eine Frau sieht rot

Während einer Pressekonferenz des Antimilitaristischen Aktionskreises Region Hannover (AMAK) am 26.6.2012 kam es zum Eklat. Der Grund: Die Madsack-Medien waren wegen ihrer manipulativen Berichterstattung rund um das Sommerbiwak der Ersten Panzerdiviison und den hannoverschen Brandanschalag auf Bundeswehrfahrzeuge kritisiert worden. Hubert Brieden befasst sich in einem Kommentar mit diesen Vorgängen und dem spezifischen Journalismus der hannoverschen Monopolmedien.

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